Alleiniger Abend

Okay. Das Workaholic-Dasein wird langsam beängstigend. Oder wer macht schon abends um 9 Uhr noch Hausaufgaben?!
:D

Aber mir soll’s recht sein. Ich hoffe, dass diese Disziplin auch die nächsten sechs Wochen noch hier bleibt. ;)

Allerdings gibt es wie überall im Leben immer positive und negative Seiten. Während andere sich vermutlich um diese Zeit für den Ausgang schminken, an diesem schönen Sommerabend ein kurzes, sexy Kleid anziehen und sich mit Freunden amüsieren, sitze ich zu Hause und lerne. Irgendwie armselig. Nun ja, das ist es auch schon, wenn man das Lernen wegstreicht und so ist es dann, wie es sonst immer wäre bei mir. Denn, wenn man mal bemerkt, dass das abendliche Ritual von Filme schauen und American Cookies essen nicht der beste Weg ist, abzunehmen, dann fällt einem auch auf, wie leer der Abend plötzlich ist. Was soll man abends machen, alleine? Wenn  man nicht jeden Abend einen Film schauen möchte? Denn das ist genau das, was ich die letzten paar Jahre immer gemacht habe. Während andere mit Freunden abhingen oder in den Ausgang gingen, sass ich zufrieden Zuhause und habe Filme geschaut oder im Internet gesurft. Irgendwann merkt man dann halt, dass nicht das ganze Leben, aus Filmen, Computer, Hobbies und Schule besteht. Dann ist man aber schon einsam. Bin ich einsam. Oder zumindest einsamer als andere. Zu meinem Freundeskreis zählen etwa 4 1/2 Mädchen. Vielleicht sind’s auch nur 4.

Aber ich tue mich allgemein schwer mit neuen Bekanntschaften. Ich weiss nie, wie diese Person tickt, was sie denkt, was sie von mir hält, ob sie überhaupt was zu tun haben will mit mir. Das versuche ich immer zuerst heraus zu finden. Allerdings schaffe ich es auch dann nicht auf diese Person zu zugehen. Ich bin zurückhaltend. Erst wenn jemand auf mich zukommt, dann versuche ich selbstbewusst und freundlich zu wirken (- was mir … meistens bis manchmal gelingt).

Und dann sehe ich andere, die sich problemlos mit Leuten unterhalten können, die sie nicht gut kennen oder mit denen sie sonst nicht allzu viel sprechen und ich frage mich: Wieso kann ich das nicht? Wieso kann ich nicht einfach alles vergessen und einfach auf diejenigen Personen zugehen? Auch wenn andere Leute rundherum sind. Wieso kann ich nicht an einer Diskussion mitreden, an einem Gespräch mich beteiligen, wo ich ja doch alle kenne? Wieso geht das nicht?!

Ich getraue mich nicht. Und ich fühle mich auch noch nicht bereit, es zu versuchen. Wenn ich etwas neues mache, etwas an mir verändern will, dann muss ich mich immer auf das konzentrieren. Ich kann nebenbei nicht noch auch einen Workaholic “züchten” … Ich bin  zu sensibel.
Wenn ich mich etwas nicht traue, es versuche und es danach meiner Meinung nach völlig verbockt habe, dann schmerzt das. Es schmerzt, weil ich wieder all die negativen Punkte an mir sehe. Weil es mich dann wieder daran erinnert, dass ich mich eigentlich gar nicht mag und mich frage, wieso ich so sein muss, wie ich bin.

So kleine Dinge treffen mich so stark.

Und ich kann es nicht ausstehen …

Aber wie ihr gehört habt, läuft die “Mission:Workaholic” noch sehr gut. Ziemlich gut. Dieses Wochenende wird zwar ein furchtbarer Stress und ich habe Angst, dass ich die 9 Mathethemen, die ich bis übernächste Woche können muss, (lange) nicht verstehen werde, aber ich werde mich zusammenreissen. Und morgen Morgen beginnt das um 9 Uhr. Oder besser noch früher.

Ich hoffe euch geht es allen gut, (oder wenigstens immer wieder mal gut – wie mir) und habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüsse
das maskenmädchen

Der Workaholic in mir.

Hallo zusammen! Tut mir wirklich leid, dass ich mich wieder länger nicht gemeldet habe. Ich versinke momentan in der Arbeit.
In vier Wochen sind die schriftlichen Abschlussprüfungen an meiner Schule und zwei Wochen danach noch die mündlichen. Für die Mündlichen müssen wir insgesamt etwa 18 Bücher lesen (inkl. auf französisch und englisch, yeeeyy!! -.-), jene mitgezählt die wir in der Schule gelesen haben bzw. hätten lesen sollen. Hab ich ja, wie man mich kennt, nicht immer gemacht, oder nur so halbwegs.

Natürlich ist da noch mehr, aber das will jetzt sowieso niemand hören. Tja, es gibt auf jeden Fall viiiiel zu tun. Ich hätte natürlich in den zwei Wochen Ferien vieles erledigen können, aber … naja, … ich habe es aufgegeben mich darüber aufzuregen, dass ich mir das immer vornehme, es aber niiie mache … !!!

Aber ansonsten geht es mir ziemlich gut. Ich habe mir einen Wochenplan gemacht, damit ich den Überblick habe und ungefähr weiss, wie viel ich täglich machen muss, und ich bin selber überrascht von mir. Bis jetzt habe ich jeden Tag wirklich gut gearbeitet. Naja, es hätte mehr sein können, aber vor ein paar Wochen noch – äh, Quatsch! Was rede ich da?! Vor ein paar TAGEN! – hätte ich nichts anderes gemacht, ausser die obligatorischen Hausaufgaben. Ich habe das Gefühl, das ist die Geburt eines Workaholics in mir. Aber ich finde es gut! Endlich mache ich mal das Gegenteil vom “Mich-gehen-lassen-weil-ich-so-deprimiert-und-unglücklich-bin”! :D Und es geht mir gut beim “Workaholic-werden”, weil ich dabei viel leiste. Oder zumindest auf dem Weg dazu bin, viel zu leisten. Der Trick ist, dass man es einfach macht,  und nicht darüber nachdenkt, ob es einem jetzt stinkt oder nicht und was man lieber machen würde, anstatt das, was man eigentlich sollte.(Und ich habe mich immer gefragt, wie dass es nur Menschen gibt, die süchtig nach Arbeiten sind. Ich glaube aber, langsam versteh’ ich’s …)

Und jetzt seht mich an: Vor einer halben Stunde habe ich noch lose Blätte, in ein schön geführtes Heft abgeschrieben! Immerhin! ;)

Naja, ich hoffe, dass ich das halten kann. Aber ich weiss, dass die nächsten vier Wochen (und die nächste vor allem!) sehr stressig wird! Ich hoffe, es wird nichts geben, dass mich wieder an mein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl zurückbringt. Weil dann deprimiere ich mich nur selber mit dem, was ich alles nicht kann und bin nicht mehr fähig auch nur irgendetwas zu tun.

Es tut mir im Übrigen leid, dass ich schon lange nicht mehr auf euren Blogs einen Kommentar hinterlassen habe. Ich lese aber immer noch ab und zu mit, wenn ich gerade im Internet bin (der Computer vermisst mich nämlich auch schon!^^). Ich hoffe euch  geht es allen auch gut! :)

Ich wünsche euch alles Gute für die nächste Zeit, falls wir uns im nächsten Monat nicht mehr lesen sollten.
Liebe Grüsse =)

das maskenmädchen

1 Gramm Selbstwertgefühl

Gut. Zuerst muss ich mal sagen, dass ich sowieso schlecht im Interpretieren bin. Bei jeder Interpretation hatte ich bisher eine schlechte Note und das blöde ist, dass man sich nicht wirklich darin verbessern kann, da jedes Werk anders ist…
Ach! Ich hasse es! Alles, was ich nicht kann, fängt an mich zu nerven und ich fange an es zu hassen. Ich weiss, das ist nicht gut. Man kann auch gar nicht alles können. Aber am schlimmsten ist es bei Sachen, die ich gut kann und dann kommt da irgendjemand anderes und ich habe das Gefühl, ich muss besser darin sein als der. Denn solche Dinge, in denen ich auch weiss, dass ich gut darin bin oder zumindest etwas besser als der Durchschnitt, solche Dinge, die halten mich am Leben. Okay, nicht gleich so extrem. Aber diese Dinge geben mir Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit. Das Bisschen Selbstwertgefühl, dass man in mir noch in einer dünnen Schicht aufkratzen kann und auf der Waage etwa 1 Gramm wiegen würde. Oder einfach kurz gesagt: Das Bisschen Selbstwertgefühl, das ich noch (ab und zu) habe.  Das habe ich nur, weil ich weiss, dass ich Dinge wie Tanzen, Zeichnen oder Schreiben kann.

Doch (ein aktuelles Beispiel: ) wenn dann jemand kommt wie S. oder E. aus meiner Tanzgruppe  und sehe, dass sie viel besser tanzen, sich bewegen, die Choreographie können, viel hübscher sind als ich und zu dem noch 5 Jahre jünger sind!!!, dann wirft mich das einfach wieder auf den Boden. Nein, noch schlimmer; das ist der ungewollte Schritt in den Abgrund …
und dann falle ich … und es tut weh …

Aber es ist ja nicht ihre Schuld. Ich weiss es ja nicht. Ich weiss einfach nicht, weshalb ich stolz auf mich sein sollte oder was mir das “Recht” gibt, glücklich mit mir zu sein so wie ich bin und umgekehrt.

So viele Dinge, die ich nicht mag an mir, die ich nicht akzeptieren kann und mir genau das Recht raubt, mich so zu akzeptieren wie ich bin. Und neben all dem lauert immer so eine Angst vor Kritik und Konflikten in mir, mit den ich vielleicht nicht umgehen könnte und die es mir verbietet, so zu sein wie ich bin. Ich weiss, es bringt nichts schlechte Erfahrungen, Kritiken oder Konflikten versuchen zu entgehen, denn damit muss man lernen umzugehen. Doch ich habe nicht mal die Motivation dazu, etwas zu verändern. Ich habe bloss das Gefühl, dass alles erst besser werden kann, (und dass gefühlsmässig irgendwie alles immer auf dieses Thema hinausläuft) wenn ich mich wohl fühle in meinem Körper und das tue ich mit meinem derzeitigen Gewicht einfach nicht …

Verklemmt

Die Deutschprüfung.

Wer wissen will, wie’s gelaufen ist, muss jetzt hier weiterlesen.

Sie ist gar nicht gelaufen. Nein, du musst es nicht nochmals lesen, denn du hast gerade richtig gelesen: Gar nicht.

Dienstagmorgen sagte die Lehrerin noch: “Ich möchte dann, dass alle hier sind, denn ich möchte keine Nachprüfung schreiben müssen.”
Okay, gut. Sind am nächsten Morgen also alle da. Sitzen auf ihren Plätzen, warten und möchten die Prüfung einfach möglichst schnell hinter sich bringen. Alle sind da. Alle, ausser die Deutschlehrerin.

Wir warten, und warten, warte und warten. Nach einer Viertelstunde gehen zwei auf das Schulsekretariat. Doch dort hat man auch nichts von ihr gehört.Der grösste Teil ging dann, doch die Lehrerin ist dann die ganze Stunde tatsächlich nicht mehr aufgetaucht.

In der darauf folgenden Stunde erfahren wir dann von einem Mitschüler, dass er die Deutschlehrerin getroffen hätte. Sie sagte, sie hätte eine neue Uhr bekommen, ein Erbstück, und sie habe vergessen, die richtige Zeit einzustellen. Und blöderweise sei die Uhr in der Küche nicht mehr gegangen.

Das haben wir ihr natürlich alle geglaubt.

Als wir sie in der nächsten Stunde, eine Woche später, wiedersahen, erklärte sie das Ganze noch einmal. Eine Feder an der antiken – äh! vererbten Uhr hätte geklemmt, wie sie beim Uhrmacher dann erfuhr. Und da sie ja oh so ein schlechtes Gewissen hatte deswegen und fügte hinzu: “Wenn Sie dann mal verschlafen, dann unterschreibe ich (die Absenz), aber bitte nicht an einer Prüfung.”

Hm, Frau Deutschlehrerin. Ich glaube, sie haben sich da gerade selber etwas verplappert…
Okay, vielleicht stimmt es ja, was sie sagte, doch für mich stinkt das gewaltig nach einer Ausrede, weil es ihr einfach peinlich ist, dass sie Verschlafen hat.

Schöne Ostern!

Bild: aussiegall unter CC

Ich wünsche euch allen ganz schöne Ostern!

Geniesst die freien Tage und vergesst nicht die Orte, an denen ihr die Ostereier versteckt habt ;)

“Frühling wird es weit und breit,
und die Häschen steh’n bereit.
Sie bringen zu der Osterfeier
viele bunt bemalte Eier.”
 - unbekannt

Krückengespräche

Ich werde es jetzt einfach mal so direkt heraus sagen, weil es einfach der Wahrheit entspricht: Ich hasse meine Deutschlehrerin!
Zwei Jahre lang hatten wir eine nette, etwas rundliche Lehrerin, die schon seit längerem aus dem Norden Deutschlands in die Schweiz gekommen ist. Doch jetzt wurde diese ersetzt durch eine alte, schrumplige, humorlose und unfreundliche Frau, die ihrem Aussehen nach eigentlich schon lange hätte in die Pension geschickt und ihren Fähigkeiten nach schon lange gefeuert werden müssen.

Das Hinterhältige ist: Sie sieht gar nicht sooo unsympathisch aus auf den ersten Blick, … aber, wenn man sie erstmal als Deutschlehrerin hat …! Niemand mag sie, jede Klasse hatte sich bisher über sie beschwert und alle wollen einfach nur das letzte Jahr an der Schule schaffen. Wenn man etwas schreibt, das nicht genau ihrer Meinung entspricht, dann bewertet sie dies einfach als Falsch. Ich habe da überraschenderweise sogar ein Beispiel, weshalb ich ja eigentlich auch diesen Blogartikel verfassen wollte:

“[...] Arnes Grossmutter, due, ohne dass er es erfuhr, aus ihrem Bremer Altersheim zu uns gekommen war. [...] Zu ihrer Krücke schien sie ein besonderes, ein persönliches Verhältnis zu haben; als die einmal auf den Boden fiel, schimpfte Arnes Grossmutter sie aus, berief sie und drohte ihr.”

Zu diesem Teil aus dem Buch “Arnes Nachlass” von Siegfried Lenz habe ich das gesagt, was ich dabei dachte, weil ich – wie alle mal – einige Seiten aus dem Buch zusammenfassen und erklären musste. Nun frage ich euch: Was ist eure Meinung dazu? Was denkt ihr, wenn ihr das lest?
Viel mehr erfährt man nämlich über die Grossmutter nicht, d.h. ihr könnt direkt sagen, was ihr hier hineininterpretiert.

Ihr wollt meine Meinung wissen bzw. was ich dazu gesagt habe?
Ich sagte ungefähr, dass ich denke, dass die Grossmutter oft einsam war, weshalb sie mit ihrer Krücke redet. Da sie ja bestimmt oft alleine ist im Krankenhaus. Ja, sowas in der Art hatte ich gesagt.

Als ich aufblickte, sah ich dass sie den Kopf schüttelte. Ihren Blick kann ich momentan gerade nur als doof beschreiben …

“Nicht?”, fragte ich – nicht verunsichert, sondern verwirrt, da ich mir in diesem Punkt ziemlich sicher war.

Sie schüttelte wieder den Kopf.

“Hm, ich weiss nicht. Anders … kann ich mir das … nicht erklären… ?”, sagte ich noch langsam, als sie mich weiterhin erwartend ansah.

Sie fragte noch ein paar andere aus meiner Klasse, deren Antwort ich nicht  mehr genau weiss, allerdings waren sie auch nicht so klar. Schlussendlich meinte sie dann jedoch: “Ich finde, man muss nicht einsam sein, um zu einem Gegenstand eine besondere Beziehung zu haben. Also, ich denke, das mit der Einsamkeit stimmt nicht.” Punkt.
Sie sagte es zwar nicht genau so, aber die Hauptaussage war schlussendlich genau das.

Tja, gut, dann frage ich Sie mal, Frau “Meine-Meinung-ist-die-einzig-richtige!”: Sprechen sie auch ab und zu mit Ihrer Uhr? Oder mit Ihrem Gebiss? Oder sagen Sie Ihrer Brille “Gute Nacht”?!!

Okay, das ist jetzt nicht das Beste Gegenbeispiel, aber ich meine: Es ist doch nicht normal, dass man einen Gegenstand belehrt! Klar, kann man eine besondere Beziehung zu einem haben, aber doch nicht mit dem sprechen! Wer auch mit seiner Zahnspange, Lesebrille, Kontaktlinsen oder sonstigen “Lebenspartnern” eine solche “gesprächige” Beziehung führt, solle sich doch bitte melden und mir mehr darüber erzählen. Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn ich es auch verstehen könnte … -.-
Denn die gute Frau Deutschlehrerin der 3. Generation meinte, meine Aussage wäre falsch, also; ist sie auch falsch. Ganz einfach. Und genau so geht es weiter bei den Gedichtsinterpretationen, Buchprüfungen … – oh! Da fällt mir gerade ein … ja genau: Morgen habe ich genau so eine Prüfung über dieses Buch. “Arnes Nachlass”. Ich weiss schon jetzt, dass ich entweder knapp genügend oder knapp ungenügend bin, weil ich das bisher immer war.

Ich kann sie einfach nicht ausstehen. Ich wette, das wird das erste Zeugnis sein, in dem ich das erste Mal in meinem Leben (!) eine ungenügende Note in Deutsch habe. Aber ich hoffe einfach, dass ich dieses Jahr noch den Diplomabschluss schaffe und weitergehen kann mit meinem Lebenslauf.

Alles Gute wenigstens euch! ;)

“Hab’ ich schonmal gemacht.”

Schon mal vom Day Zero Project gehört? Gebt ihr das bei Google ein, kommt ihr auf eine Internetseite, auf der ihr eure Liste “101 Dinge in 1001 Tagen” erstellen könnt (Genauere Erklärung findet ihr hier). Ich fand das eine echt tolle und lustige Idee und habe gleich selber so eine erstellt. Auch eine Freundin (V.) von mir war sehr enthusiastisch, weil sie auch schon lange mal so eine (ähnliche) Liste machen wollte.

Doch eine andere Freundin S. von mir sieht das nicht ganz so. Sie war auch da, als wir es gerade von diesem Thema hatten. Und was war ihre Meinung zu so einer Liste? Hobbylos! Sie sagte: “Wenn ich so darüber nachdenke (und sie hat gerade mal ein paar Sekunden darüber nachgedacht, was ich weiss, weil wir es ihr erst ein paar Sekunden bevor sie das sagte, erklärt haben), ist das eigentlich echt hobbylos…”

… -.-

“Nein”, erwiderte ich. “Das ist einfach eine Liste, die dich an Dinge erinnert, die du schon lange mal machen wolltest, aber die du nie tun würdest, wenn du diese Liste nicht hättest.”

“Ja, aber wenn ich beispielsweise mal Cupcakes backen möchte (Sie hat nicht genau dieses Beispiel genommen, aber das wäre auch ein Punkt auf meiner Liste.), dann backe ich einfach welche und brauche dafür keine Liste.”

“Doch, denn es gibt doch soo viele Dinge, die man gerne mal machen möchte, auch wenn es nur kleine Sachen sind. Sonst vergisst man die ja wieder”, versuchte ich ihr den Sinn und Zweck und auch den Spass an dieser Liste zu erklären. “Sieh, zum Beispiel habe ich auf meiner Liste: Den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang an einem Tag erleben,…”

“Hab ich schonmal gemacht.”

“… einen Tag barfuss herumlaufen, …”

“Hab ich auch schonmal gemacht.”

“… sich ein Kleid nähen, …”

“Pff, das könnte ich nie!”

” … sich selber einen Brief schreiben für in 10 Jahren, …”

“Und was soll das bringen?”

“Naja, es ist doch interessant zu lesen, was du dir vor 10 Jahren geschrieben hast”, erklärte meine Freundin V.

“Ja, und beim Schreiben musst du halt ein wenig kreativ sein”, erklärte ich und fuhr fort. “Oder hier habe ich zum Beispiel noch: Sich eine Woche über nichts beklagen.”

“Nee, rein theoretisch geht das gar nicht. Weil du automatisch dich über etwas beklagst, wenn dir etwas nicht passt. Und da findet man jeden Tag etwas. Und dass dann noch eine Woche! Es passiert automatisch, dass das Gehirn …” BLA BLA BLA BLA! Ja, das versteh’ ich, dass das bei dir nicht gehen kann …!

Da muss man eben etwas positiver Denken! Und wenn sich so ein Gedanke in deinen Kopf schleicht, dann muss man ihn eben sofort zur Seite schieben und nicht immer das Negative an allem sehen! Ausserdem ist damit ja sowieso hauptsächlich das Aussprechen dieser gemeint.
Ich war ziemlich verärgert, dass sie so reagiert hat, da ich zuvor ziemlich begeistert von dieser Liste und diesen Ideen war. Aber ich habe das Thema dann einfach fallen lassen.
Und im Grunde genommen ist es mir ja auch egal, wenn sie so etwas nicht anspricht, nur weil sie zu … pessimistisch und …. unkreativ ist. Es müsste ja nicht mal genau diese Liste sein, aber es gibt doch auch sonst so viele Dinge, die man mal machen möchte, bevor man stirbt.

Aber wie gesagt, es ist mir eigentlich wirklich egal. Und das habe ich jetzt ohne Hintergedanken oder Ärger mehr geschrieben. Denn ich habe nun bald eine eigene komplette Liste, mit der ich bald starten werde. Meine andere Freundin V. und ich werden sie uns dann gegenseitig vorlesen und gewisse Punkte zusammen erledigen können :)
Ich freue mich schon darauf!

Motivation auf Kurs

Es ist immer leichter gesagt als getan. Es gibt da dieses Zitat: “Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.” – von Zarko Petan

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Und so setze ich mir auch meistens meine Ziele bzw. “To-Do”-Punkte. Doch gestern hat es besser geklappt. Naja, es war nicht grandios. Ich habe immer noch ein unordentliches Zimmer, meine Schulblätter sind immer noch alle ungeordnet auf einer Beige und die Exponentialgleichungen verstehe ich immer noch nicht … Aber die Logarhitmusgleichungen stellen ihre Zelte auf meinem Campplatz im Gehirn langsam auf, das Kleiderchaos ist (beinahe) verschwunden, ich habe Klavier geübt und die Motivation für’s Abnehmen hat das Schiff auch schon für den richtigen Kurs gewendet.

Ja, an einem “normalen” Tag, an dem ich mir einfach so aus Pflichtgefühl eine To-Do Liste gemacht hätte, wären von 12 Punkten 12 unabgestrichen gewesen und jetzt sind es zumindest … nach diesem Blogartikel genau 5 1/2! (Auch wen es eigentlich schon Dienstag ist. Wegen diesen paar Minuten drücke ich ein Auge zu ;) ) Vielleicht sogar 6 1/2 erledigte Punkte, wenn ich es tatsächlich geschafft haben sollte, dass ich 2 Liter Wasser getrunken habe.

Ich könnte mich an ein 3-tägiges Wochenede echt gewöhnen! Am dritten Tag steigt die Motivation und die Disziplin. Aller guten Dinge sind Drei! ;)

Etwas Produktives

Morgen habe ich frei, weil an unserer Schule die Prüfungen statt finden, für jene, die nächstes Schuljahr hier starten wohlen. Ach, die Armen! Haben noch alles vor sich! ;)

Tja, wenn ich morgen schon frei habe, dann sollte ich auch etwas vernünftiges tun. Etwas produktives und intelligentes. Zum Beispiel sollte ich schon lange mein Zimmer aufräumen. Dann habe ich ein paar Kommentare gesehen, die ich lieber morgen in Ruhe lesen möchte. =) Danke an euch! :D
Klavier üben wäre auch keine schlechte Idee und Mathe und Staatskunde steht auf der Prüfungsliste. Bücher für die Abschlussprüfungen kaufen, damit ich die mal lesen kann, in der Berufsberatung eine Mail schreiben, dass es am abgemachten Termin doch nicht geht und mein Zimmer aufräumen. Die Schulsachen sollte ich schon lange mal ordnen, …ach! Und da fällt mir ein, dass ich ja heute einen langen Blogartikel schreiben wollte! Ähm,… und was ist das, was du da gerade machst? Naja, allzu lang wird er vermutlich nicht. Denn ich schlage mich wieder vor die Glotze und schaue “How I Met Your Mother”. Ich bin schon bei Staffel 5! Könnt ihr euch das vorstellen? Und ich habe etwa vor einem Monat damit begonnen! Ich bin so ein “Suchti”! Aber stellt euch vor; Ted hat seine Frau immer noch nicht gefunden bzw für die, die die (3x die??) Serie nicht kennen. Die “Mother” ist immer noch nicht aufgetaucht! Und es ist schon Staffel 5! Aber es ist ja klar, dass die Serie nicht mehr existieren würde, wenn die Mutter auftauchen würde. Das wäre das Ende der Serie! Der Schritt vor dem Abgrund! Sozusagen …

Aber für morgen ist das auf jeden Fall gestrichen. “How I Met Your Mother” schauen, meine ich. Mann, ich habe so ein schlechtes Gewissen, weil ich dieses Wochenende schon wieder nichts für die Schule gemacht habe …! Das werde ich noch bereuen, wenn das so weiter geht…

Also! Das Erste, was ich morgen machen werde, ist (!): Mich MOTIVIEREN!
Denn sonst klappt das nie!

Ich wünsche allen noch einen guten Start in die Woche! ;)

falsches richtig machen oder richtiges falsch machen …

Ich bin verwirrt. Ich weiss nicht, was ich falsch mache, was ich richtig mache. Was überhaupt falsch und was richtig ist.
Ich versuchte mehrmals mit meiner Mam darüber zu sprechen, weshalb ich so wütend werde. Doch sie versteht mich nicht, obwohl sie mich angeblich verstehen will. Vielleicht ist ja aber auch meine Ansicht der Dinge falsch. Vielleicht hat sie ja recht und ich will es bloss nicht zugeben, um gewissen Problemen und Konfrontationen mit mir selbst aus dem Weg zu gehen.

Ich verfasste diesen Beitrag, um zu schreiben, dass ich nicht mehr mit ihr über meine Probleme sprechen will. Sie würde es sowieso nicht verstehen, auch wenn sie dies angeblich versuche, doch sie würde eben gar nicht richtig zuhören und es nicht nachvollziehen können, deshalb verstehe sie es nicht.
Doch jetzt bin ich verwirrt.

Und ich ärgere mich über mich selber, weil ich einfach nicht mal auf mich hören kann. Ich weiss nicht, was ich will und was ich denke. Oft habe ich gar keine Meinung zu einem Thema. Ich weiss nicht mehr, was richtig ist, nicht mal was ich für richtig halte. Wie soll ich reagieren? Ich soll nicht wütend sein, doch ich soll auch nicht die Wut in mich hineinfressen. Ich soll auch mal Nein sagen können, doch ich will den anderen auch nicht verletzen und enttäuschen. Ich soll mich selber versuchen zu ändern, doch meine Eltern verstehen nicht an ihrer Reaktion auf mich etwas zu ändern. Sie finden ihre Wut gerechtfertigt, weil ich sie ja auch anschnauze. Doch ….

… ich will einfach, dass das alles endlich aufhört. Ich will normal sein. Normal ist am besten. Normal, weil die meisten Menschen das auch sind, weil das die meisten Menschen auch sein wollen. Deshalb ist normal auch nicht langweilig. Es ist manchmal glücklich, manchmal anstrengend, manchmal traurig und manchmal weltumarmend. Und nicht jeder Tag mit einem überraschenden Faustschlag gegen sich selbst.